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ZHS Segelteam nimmt erfolgreich am Kornati Cup teil

20.05.2019

Vom 28.04. bis 02.05. fand in Kroatien der Kornati Cup statt, eine der größten Amateurregatten für Fahrten- und Rennyachten. Dabei konnte das für die ZHS startende Team in seiner Gruppe einen guten 8. Rang von 24. Booten erringen.


Das ZHS-Team der Albedo (v.r.n.l., oben: Frank, André, Balint, Michael, Padde, unten: Marie, Daniela, Nico; Foto: privat)

Hochkonzentriert wie immer sorgen unsere Steuerfrau Daniela und Padde an der Gennakerschot dafür, daß die anderen Boote hinter uns bleiben. (Foto: Balint Kiss)

Nach dem Start heißt es, das Boot optimal zu trimmen, laufen zu lassen und taktische Pläne zu machen (Foto: Peter Barnert)

Von außen betrachtet ein beeindruckender Anblick, wenn das gesamt Regattafeld raumschots auf einen zukommt (Foto: Gerd Schmidleitner)

Ein glückliches Team nach der erfolgreichen Regattawoche (Foto: privat)

Ende April jeden Jahres fällt der Startschuss zu einer der größten Amateurregatten des Mittelmeeres, bei der in den kroatischen Küstengewässern vor Biograd mehr als 100 Schiffe in mehreren Gruppen starten. In der größten Gruppe der Bavaria Cruiser 46 (24 baugleiche Charterschiffe) startete auch ein Team der ZHS, bestehend aus Kursleitern und Bootsführern unseres Segelzentrums.

Am Samstag startete unsere Regattawoche mit der Anreise von München nach Kroatien, nachmittags übernahmen wir dann unser gechartertes Schiff, die „Albedo“, in Pirovac und richteten uns für die kommende Woche ein. Den Sonntag nutzten wir, um mit unserer neu zusammengewürfelten Mannschaft (vier Crewmitglieder hatten bereits vorherige Regatten gemeinsam absolviert, dazu kamen vier „Neulinge“) Manöver zu trainieren, damit sie die nächsten Tage auch unter Wettkampfbedingungen zuverlässig und sicher gelingen würden. Nach der Trainingseinheit ging es nach Murter, wo zunächst die Registrierung und anschließend die Eröffnungsfeier anstanden. Überhaupt sind die Abendveranstaltungen inklusive Essen und Freibier ein wichtiger Bestandteil dieser Regatta, was sicher ein Grund für die große Beliebtheit ist.

Am Montag ging es dann endlich zur Sache: Insgesamt wurden an den kommenden vier Wettfahrttagen sechs Wettfahrten durchgeführt, die erste – quasi zum Aufwärmen – noch um einen durch Bojen abgesteckten Kurs, alle weiteren dann als sogenannte Navigationswettfahrten, mit Inseln und Landzungen als Bahnmarken, die in festgelegter Reihenfolge gerundet werden mussten.

Das Auftaktrennen um die Bojen lief sehr gut und unser Team konnte einen 6. Platz verbuchen. Beim zweiten, längeren Rennen des ersten Tages ging es dann von der Bucht von Pakostane aus zur Landzunge von Opat, um diese herum und bis zum Ziel bei Piskera, der letzten kargen Insel, bevor die offene Adria beginnt. In diesem Rennen konnte das Ergebnis des ersten Rennens nicht ganz wiederholt werden, aber der achte Platz sorgte doch für einen besser als erwarteten Starttag.

Am zweiten Wettfahrttag standen dann erneut zwei lange Wettfahrten auf dem Plan, bei der ersten haben wir leider ein paar ungünstige taktische Entscheidungen getroffen und mussten uns mit einem 13. Platz begnügen (zum Glück wird das schlechteste Ergebnis in der Gesamtwertung gestrichen). Im zweiten Rennen lief es zwar etwas besser, reichte aber doch nur für einen zehnten Platz. Immerhin hatten wir aber direkt vor dem Ziel noch einen Konkurrenten überholt, wodurch sich das Ergebnis gleich deutlich besser anfühlte und wir einen entspannten Abend in der Marina der malerisch gelegenen Insel Zut verbringen konnten.

An den beiden folgenden Tagen gab es jeweils nur noch eine Wettfahrt, vor allem am dritten Tag aber eine sehr lange und auch navigatorisch anspruchsvolle (bei der es nicht alle Boote schafften, die Inseln wie vorgegeben zu runden und deshalb disqualifiziert wurden). Bei dieser insgesamt fünften Wettfahrt gelang uns, vor allem wegen einer guten Zielkreuz nach Biograd, wieder ein achter Rang und wir konnten an die gute Performance des ersten Tages anknüpfen.

Am letzten Tag ging es noch einmal um alles: Im Gesamtklassement lagen einige Boot sehr eng beisammen und so waren noch einige Verschiebungen möglich. Die Leichtwindbedingungen taten ihr übrigens, um die Wettfahrt anspruchsvoll werden zu lassen. Nach ein paar engen Situationen und mit etwas Glück gelang es uns auf dem letzten Abschnitt noch, einen direkten Konkurrenten hinter uns zu lassen und einen sechsten Wettfahrtrang zu ersegeln, ein fantastischer Abschluss dieser Wettfahrtserie.

Insgesamt waren wir damit in der Gesamtwertung nach sechs Wettfahrten Achter. Außer den starken Russen, die alle Podestplätze und sechs der ersten acht Boote stellten, landete nur ein österreichisches Boot (die „Dia“ mit Skipper Thomas Rupp, der früher ebenfalls am Segelzentrum der ZHS aktiv war) vor uns. Sehr zufrieden mit dem achten Rang konnten wir die Abschlussfeier genießen, am Freitag noch einen kleinen Schlag segeln und uns dann auf den Heimweg nach München machen.

Diese Regatta war ein toller Start in die Saison und wir möchten hier auch die Gelegenheit nutzen, uns bei Tobias Borucker und der ZHS für die Unterstützung zu bedanken! Bis bald am Wassersportplatz in Starnberg.

Euer ZHS-Team von der „Albedo“

P.S.: Wer noch mehr zum Kornati Cup sehen, lesen oder hören möchte, findet detailliertere Informationen unter https://www.pitter-regatta.at/kornati-cup/ oder spricht einen von uns am Wassersportplatz in Starnberg an...